Trainingslager auf Gran Canaria Anfang März 2019

Canyons wie im wilden Westen und Sonne pur

Nachdem ich bereits kurz vor Weihnachten einige wichtige lange Grundlageneinheiten für die Saison 2019 auf dem Rad und im Laufen im sommerlich warmen Can Picafort auf Mallorca absolvieren konnte, begab ich mich mit Annalisa zusammen für eine Woche auf einen spannenden Mix aus Trainingslager und Urlaub auf der kleinen Tourismusinsel Gran Canaria.

Dank günstiger Tourismus-Angebote konnten wir im Vergleich zu einer Inklusivreise als Trainingslager einiges sparen und die Zeit nach unseren Vorstellungen gestalten.

Mein Trainer Uwe schrieb mir einen raffinierten Trainingsplan mit vielen Grundlagen- und Kraftausdauereinheiten für 24 Stunden in einer Woche, den ich abgesehen von ein paar Minuten Krafttraining vor allem im Laufen und Radfahren zeitlich übererfüllte.

Von der Unterkunft San Valentin & Teraflor Park im südlich gelegenen Playa del Inglés waren wir vollauf begeistert.

So gab es neben einem für den Preis sehr gelungenen Buffet am Morgen und Abend 2 kleine Pools für etwas Schwimmtraining über 15 und 20m sowie eine Bar, an der man nach langen Einheiten in der Sonne bei einem Getränk entspannen konnte.

Neben der pulsierenden Großstadt Las Palmas war der klimatisch etwas wärmere und trockenere Süden ein Feriendomizil mit reihenweise gigantischen Hotels, Casinos, Clubs und Bars.

Der Strand sowie ein Radverleih waren etwa 1km vom Hotel entfernt und es gab hervorragende Laufstrecken durch die Stadt und an der Strandpromenade entlang sowie am Grande Canal und dem berühmten Leuchtturm von Maspalomas.

Abgesehen von einem Ruhetag am Samstag, an dem Annalisa und ich Las Palmas erkundeten, gab es jeweils 3 und 2 in den Umfängen ansteigende Trainingstage.

Neben ein paar entspannten Cappuccino-Touren vom örtlichen Radverleih entlang der Südküste bis Tauritos und in die Berge, fuhr ich viele Höhenmeter (2400 und 3100 hm) auf Touren in den vielen natürlichen Vulkan-Canyons zur Inselmitte über jeweils 106-107km durch das sagenumwobene Valley of the tears sowie den höchsten Berg der Insel, den Pico de las Nieves, mit 1950m über dem Meeresspiegel.

Im Gegensatz zum Flachland sollte man hierbei absolut nicht auf die Geschwindigkeit schauen, da es teilweise stundenlang deutlich unter 20 km/h vorangeht und mit 40-60km/h zurück.

Das kontinuierlich heiße Klima um 30 Grad unter der kanarischen Sonne und gelegentlich etwas stärkerer Wind sind zusätzlich eine Herausforderung.

Wobei die Nachbarinsel Lanzarote als wahre Einöde mit furchtbar kräftigem Wind erscheint, ist Gran Canaria bergiger, doch etwas milder und grüner im Klima.

Leider konnte ich vom Pico de Las Nieves sowie vom Valley of the tears den schneebehangenen Gipfel des Teide auf der anderen Nachbarinsel Teneriffa nicht erkennen, jedoch war die Natur auch so ein atemberaubendes Schauspiel für die Seele und Kraftausdauer.

Zurück in Hamburg machte sich als erstes das kalte grau-trübe Wetter bemerkbar. Nicht nur deshalb lässt sich abschließend festhalten, dass die Kanaren zu dieser Jahreszeit stets eine Reise wert sind.